GESUNDHEITSKOMPETENZ

WISSENSCHAFT & FORSCHUNG

 

Hier finden Sie wichtige Definitionen, Studien- und Forschungsergebnisse, wissenschaftliche Erkenntnisse und Fachliteratur rund um das Thema „Gesundheitskompetenz von jungen Menschen“, sowie Tipps für gute Gesundheitsinformationen für junge Menschen. Wir freuen uns über Ihre Tipps und Vorschläge zu empfehlenswerten Beiträgen aus Wissenschaft und Forschung per Mail!

XUND und DU Ein strukturell-partizipatives Konzept für Flächenbundesländer und ländliche Regionen

XUND und DU stärkt die psychosoziale Gesundheitskompetenz junger Menschen und zeigt im aktuellen Positionspapier, warum Jugendarbeit dafür ein zentraler Ort ist. Informelle Lernräume, Beziehungsgestaltung und Partizipation ermöglichen jene Fähigkeiten, die die Basis von Gesundheitskompetenz bilden.

Besonders in ländlichen Regionen entfaltet das Projekt strukturelle Wirkung: Dezentral organisierte Fortbildungen, Mikroförderungen und Jugendgesundheitskonferenzen schaffen Orientierung, vernetzen Akteur:innen und machen Unterstützungsangebote sichtbar. So werden ungleiche Ressourcenverteilungen ausgeglichen und gesundheitsbezogene Angebote dort gestärkt, wo sie schwer erreichbar sind.

Das Positionspapier fasst zentrale Erkenntnisse, Erfahrungen und Wirkmechanismen zusammen und zeigt, wie Gesundheitskompetenz nachhaltig im Alltag Jugendlicher verankert werden kann.

Ein Blick hinter die konzeptionellen Kulissen von XUND und DU gibt es hier!

AUSGANGSLAGE

Wie aus der European Health Literacy Survey (HLS-EU Studie) hervorgeht, weist Österreich im Vergleich zu sieben weiteren EU-Staaten (Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Irland, Niederlande, Polen und Spanien) eine unterdurchschnittliche Gesundheitskompetenz auf und rangiert an vorletzter Stelle. Demzufolge hat die Mehrzahl der Österreicherinnen/Österreicher (56,4%) eine inadäquate oder problematische Gesundheitskompetenz. Die Gesundheitskompetenz der Österreicherinnen/Österreicher liegt dabei in allen drei Teilbereichen (Krankheitsbewältigung, Prävention und Gesundheitsförderung) unter dem Durchschnitt aller befragten Länder.

GESUNDHEITSKOMPETENZ

Gesundheitskompetenz umfasst das Wissen, die Motivation und die Fähigkeiten von Menschen, relevante Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden, um im Alltag Entscheidungen treffen zu können, die ihre Gesundheit und Lebensqualität erhalten oder verbessern (abgeleitet von den Definitionen nach Ruth M. Parker (2009), sowie Kristine Sørensen et al. (2012).
Um Krankheiten zu bewältigen und die eigenen Gesundheit zu erhalten und zu fördern, brauchen wir relevante Informationen.
Gesundheitskompetente Menschen sind in der Lage, diese Informationen …

  • zu finden
  • zu verstehen
  • zu beurteilen und
  • anzuwenden

Gesundheitskompetenz ist ein wichtiger Eckpunkt der Gesundheit und der gesundheitlichen Chancengerechtigkeit aller in Österreich lebenden Menschen. Sie sollen die Menschen dabei unterstützen, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, die ihre Gesundheit fördern. Dies stellt einen wesentlichen Baustein auf dem Weg zur Erhaltung der Gesundheit und der Verbesserung der Lebensqualität dar.

TEILKOMPETENZEN

Um gesundheitskompetente Entscheidungen im Alltag treffen zu können, bedarf es unterschiedlicher Fertigkeiten:

  • Informationen finden: Anwenden von Recherchetechniken, Umgang mit verschiedenen Quellen
  • Informationen verstehen: intellektuelles Vermögen, Basis-Kompetenz (sinnerfassendes Lesen, Rechnen), interpretieren von Tabellen und Grafiken
  • Informationen beurteilen: kritisches Hinterfragen der Information, persönliches Urteilsvermögen, erkennen der Relevanz
  • Informationen anwenden: Entscheidungskompetenz, Lösungsorientiertheit, Kreativität

GUTE GESUNDHEITSINFORMATION

Um gesundheitskompetente Entscheidungen treffen zu können, bedarf es verständlicher, evidenzbasierter und unverzerrter Gesundheitsinformationen .

Um vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen zu erkennen, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • WER ist Autor/-in bzw. Heruasgeber/-in der Information? Sind die verwendeten Quellen transparent?
  • WARUM wurde die Information veröffentlicht? Was ist der Hintergrund, die Intention?
  • WANN wurde die Information veröffentlicht? Wie aktuell ist sie?
  • WIE ist die Information stilistisch und inhaltlich aufgebaut?
  • WAS sagt Ihr Bauchgefühl? 

EMPFEHLENSWERTE ONLINE ANGEBOTE

www.gesundheit.gv.at

Gesundheitsportal zu allen Gesundheitsthemen

www.gesundheitsinformation.de

Objektive Informationen zu unterschiedlichen Krankheiten

www.intimsache.info

Themen rund um Liebe, Sex und Gesundheit

www.hauptverband.at/faktenbox

Nutzen & Risiken medizinischer Behandlungen in konkreten Zahlen

www.medbusters.at

Vertrauenswürdige App für Gesundheitsinformationen

www.medizin-transparent.at

Fakten-Check von Behauptungen aus Medien, Werbung und Internet

www.rataufdraht.at

Objektive Informationen zur psychischen Gesundheit

www.wohlfuehl-pool.at

Informationen zur psychosozialen Gesundheit von jungen Menschen

MOBILE APPS

MedBusters – Die App für gesundes Wissen

Wissenschaftliche Studien

Gesundheitskompetenz in Österreich – HLS AT-19

Herausgeber: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen

Herausgeber: Institut für Gesundheitsförderung und Prävention

Gesundheitskompetenz von 15-jährigen Jugendlichen in Österreich

Herausgeber: LBI Health Promotion Research & HV der österr. SV-Träger

www.medbusters.at

Vertrauenswürdige App für Gesundheitsinformationen

Konsum von Energydrinks bei 12- bis 17- Jährigen in Deutschland – Journal of Health Monitoring

Herausgeber: Robert Koch-Institut

Gesundheit und Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Österreich (Zahlen, Daten und Fakten)

KOOPERATIONEN

Wissenschaft: